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Gärten für Kinder - Bewegung, Rückzug und Naturerfahrung |
Ob Kindergarten oder wie in Bremen Kinder- und Familienzentrum - eines sollten sie gemeinsam haben: ein schönes, sinnenanregendes, erlebnisreiches Außengelände. Vielfältig und attraktiv gestaltete Spielflächen fördern Wahrnehmung, Motorik und Koordination der Kinder und leisten damit einen wichtigen Beitrag für deren körperliche, geistige und seelische Gesundheit. Der Raum draußen kann wie kein anderer Ort die Kinder in ihrer Entwicklung voranbringen, in ihrem Drang, neue Dinge zu entdecken und zu erforschen.
Beim Matschen im Schlamm erfahren Kinder ganz nebenbei physikalische Gesetze. Je tiefer ich buddele, desto kälter wird es. Wenn der Schlamm auf meiner Haut trocknet, reißt er. Es gibt pappigen und bröseligen Schlamm und so weiter. Kinder entwickeln Fragen (wie komme ich auf den Baum?), fangen an zu experimentieren (wie muss ich Steine und Äste unter den Baum legen, damit ich hochklettern kann?), entdecken ihre körperlichen Fähigkeiten (ich erreiche den untersten Ast) und auch körperliche Grenzen (die Kraft reicht noch nicht zum Hochziehen).
Dabei ist es wichtig, daß nicht alles auf dem Spielgelände festgelegt ist, daß es Raum gibt für eigene Entdeckungen und Veränderungen. Eine durchdachte Geländemodellierung schafft Nischen, Versteckmöglichkeiten und Rückzugsorte. Vielfältige Materialien wie Pflanzen, Holz, Rinde, Kies, Bruchsteine, Findlinge, Sand und Wasser schaffen Möglichkeiten für vielfältige Sinneserfahrungen. In großzügigen, bespielbaren Hecken und Gebüschen können Kinder sich zurückziehen, eigene Bauwerke errichten, kreativ mit anderen Kindern auf dem Gelände Spuren hinterlassen, die Welt verändern.
Zahlreiche Tipps im Bereich Naturnahe Gestaltung gibt es auf der Homepage http://www.naturerfahrungsraum.de
Eine schwierige Frage für die meisten Kindergärten ist es, ob das Gelände nachmittags und am Wochenende geöffnet ist. Mit der Öffnung erschließen sich ganz andere Fördermöglichkeiten und Chancen der Stadtteilöffnung aber es bestehen auch große Ängste. Unsere Erfahrung zeigt immer wieder, daß zwar die Nutzung und damit der Verschleiß auf dem Spielgelände zunimmt aber nicht der Vandalismus. Mit der Öffnung von sonst verschlossenen Toren geht im Gegenteil der Vandalismus an diesen Grenzen zurück. Folgende Projekte praktizieren seit Jahren eine Öffnung für den Stadtteil. |
Kindergarten Schönebeck Das Außengelände der Kita Schönebeck mit seinem alten Baumbestand war schon immer ein besonderer Ort. Wie schön, daß auch die Kinder im Stadtteil nachmittags auf das Gelände dürfen. 2009 hat sich der Kindergarten auf den Weg gemacht, daß Außengelände noch attraktiver zu gestalten. Die Kinder wünschten sich vor allem einen funktionierenden Fußballplatz. Neben spannenden Kletter-Spielangeboten zwischen den alten Bäumen gab es eine gelungende Kooperation mit dem Projekt „Mauern öffnen“ der Bildhauerwerkstatt der JVA Bremen. Auf dem ganzen Gelände verteilt sind nun kunstvolle Keramikfiguren zu bewundern, z.B. Vögel an den Bäumen oder die Bremer Stadtmusikanten in einer Sitzecke mit Feuerstelle. Am 16. März 2010 konnte das neugestaltete Gelände offiziell eingeweiht werden. |
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Kindergarten Fritz-Gansberg Straße Am 5. März 2009 konnte die Kita Fritz-Gansberg Straße und der Kindergarten Kakadu den neuen beeindruckenden Kletterturm einweihen. Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt wurden noch einmal mit einer kleinen Ausstellung gewürdigt. Fast alle Kinder haben in ihren Modellen einen großen Kletter-Rutsch-Turm gebaut. Ortsamtsleiter Mühl war von dem Prozeß und den Ergebnissen der Zukunftswerkstatt so beeindruckt, dass es gelungen ist, 6000,- Euro vom Beirat für dieses Projekt zu bekommen. Mit weiteren Geldern von ‚SpielRäume schaffen‘ konnte das Projekt zügig umgesetzt werden. Nach einem Frühlingslied der Kinder wurde ein rotes Band durchschnitten und die Kinder ließen bunte Luftballons steigen. Danach wurde der Turm von den begeisterten Kindern in ‚Beschlag‘ genommen. |
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Kita Saarburger Straße In einem Beteiligungsprojekt haben die Kinder der Kita Saarburger Straße an der Umgestaltung ihres Außengeländes mitgearbeitet. 2006 konnte ein großzügiger neuer Wassermatschbereich mit Kletterschiff verwirklicht werden. |
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