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Das Modell der Beteiligungsspirale

Die Idee der Zukunftswerkstätten hat Robert Jungk in den 60er Jahren entwickelt. Ursprünglich kam die Idee aus der Erwachsenenbildung und hat eindrucksvolle Demokratisierungs- und Bürgerbeteiligungsprozesse in Gang gesetzt.

Von Prof. Waldemar Stange an der Fachhochschule Nordostniedersachsen wurde die Idee der Zukunftswerkstatt für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aufgenommen und durch das Modell der Beteiligungsspirale weiterentwickelt. In der projektbezogenen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen hat sich diese Methode sehr bewährt. SpielLandschaftStadt wendet dieses Modell hauptsächlich für die Spielraumplanung an:
Vorlaufphase
In einer Vorlaufphase werden die Rahmenbedingungen des Projektes geklärt, der finanzielle Rahmen abgesteckt, es kann eine Themeneinstimmung durch Exkursionen oder Aktionen stattfinden.

Zukunftswerkstatt / -werkstätten
Die Werkstatt gliedert sich in eine Kritikphase, Phantasiephase, Modellbauphase und eine anschließende Präsentation mit Pressetermin. Hier werden sehr phantasievoll und spielerisch Ideen und Utopien entwickelt. Erwachsene sind immer wieder beeindruckt vom Ideenreichtum der Kinder und ihren Fähigkeiten, die unterschiedlichsten Bedürfnisse zu benennen und darzustellen.
Planungszirkel
Es gibt mehrere, mindestens zwei Planungszirkel mit Kindern oder Jugendlichen aus allen Modellbaugruppen der verschiedenen Zukunftswerkstätten. Der/die PlanerIn stellt den Kindern einen ersten Entwurf vor, der auf Grundlage der Ideen der Kinder entstanden ist. Der Planer / Architekt bringt hierzu das notwendige Fachwissen ein und hilft den Kindern bei der Realisierung ihrer Ideen. Im Planungszirkel wird nun sehr realitätsbezogen mit den Kindern gearbeitet, es werden Prioritäten gesetzt, die Hitlisten überprüft und wichtige Fragen geklärt. Manchmal kann es auch hilfreich sein, mit den Kindern Exkursionen zu anderen Spielplätzen zu machen, damit die Kinder von bestimmten Detailfragen einen konkrete Vorstellung bekommen.
Bauaktion
Kinder haben ganz andere Zeitvorstellungen als Erwachsene. Ein Planungsprozess zieht sich mitunter über viele Monate, ein für Kinder völlig unüberschaubarer Zeitraum. Dann kann es sehr hilfreich sein, mit einer Bauaktion ein erstes Zeichen zu setzen. Für Bauaktionen sind viele Bereiche geeignet: ein Weidentipi, ein bunt bemaltes Eingangstor, Totempfähle schnitzen, Mosaikskulpturen. Beispiele verschiedener Bauaktionen finden Sie hier.

Bei einem Spielplatz in Bremen Nord haben Jugendliche und Kinder in einer einwöchigen Aktion verschiedene Spielbereiche selber mitaufgebaut. Eine Dokumentation, von den Jugendlichen selber erstellt, können Sie sich hier herunterladen.Spielplatzprojekt (2 MB)
Spielplatz Westfalensiedlung