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Fachtag "Straßenspiel" 2008

Am 20. November 2008 trafen sich unterschiedliche Personen aus Verwaltung, Verkehrsplanung, Initiativen und Einrichtungen, um sich mit dem Themenkomplex „Straßenspiel - Kinder im Verkehr“ zu befassen. In drei interessanten Referaten wurden das Themenspektrum vorgestellt:

Dr. Carola Bachmann: Kinder im Verkehr - wie kann auf typische Kinderunfälle reagiert werden?
Peter Apel: Kinderfreundliche Verkehrsentwicklungsplanung
Jan Maurer: Straßen zum Spielen in Freiburg

Zusammenfassung der Diskussion:

Forderungen:

- öffentliche Planungen ziehen zuwenig statistisches Material heran. Auch wenn die statistischen Daten in ihrer verfügbaren Aktualität der Zeit hinterherhinken, gibt es Möglichkeiten von Indikatoren, die auf Bevölkerungsentwicklungen hinweisen.

- im Bereich von Schulen sollen verstärkt präventive Maßnahmen greifen. „Man darf nicht warten, bis man mit Unfallzahlen argumentieren kann“. Die kreativen Beispiele anhand von Projekten in Kooperation mit Schulen zeigen, dass das motorisierte Verkehrsaufkommen reduziert werden kann.

- Kitas: bereits vor der Einschulung der Kinder gemeinsam mit Kindern und deren Eltern das Thema „Schulweg“ einüben, damit es gar nicht erst zum Bringen mit dem Auto komme.

- Grundschule: Der neue Weg zur Weiterführenden Schule – häufig dann per Rad – rechtzeitig eingeübt werden.
Spielen auf der Straße sollte mit einfachen Mitteln praktiziert werden. Alles was mit komplizierten Regeln zu tun hat, ist tödlich für das Kinderspiel. Wünschenswert sei es, wenn ein soziales Milieu für die Straßennutzung hergestellt werden könnte, das auch andere Altersgruppen – vor allem ältere und gehbehinderte Menschen mit einbezieht. Wenn so etwas entsteht, kommt es auch den Kindern zugute.

Insgesamt ist festzustellen, dass in den vergangenen Jahren verstärkt Projekte im Interesse der Kinder initiiert wurden, die sich auf Bewusstseinsbildung und praktisches Verhalten ausrichten und weniger darauf abzielen, bauliche Veränderungen zu fordern.
Fachtag-Straßenspiel